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Die Badmintonsparte des Tuspo Grünenplan beteiligte sich an einem Arbeitseinsatz im Delligser Steinbruch. Zusammen mit anderen Helfern und unter Anleitung von Schutzgebietsbetreuer Klaus Wechsler vom NABU Holzminden wurde mit einem Allradfahrzeug und Anhänger Baumschnitt und Mähgut aus dem Reservat geschafft. Der Delligser Steinbruch beherbergt zahlreiche Pflanzen, die einer Vielzahl von immer seltener werdenden Insektenarten als Nahrungsgrundlage dienen. Bei vielen dieser Pflanzen handelt es sich nicht einmal um solch botanisch bemerkenswerte Pflanzen wie die ca. 10.000 Individuen vieler Orchideen-Arten hier, sondern um mehr oder weniger “gewöhnliche” Pflanzen, die unglaublich viele Insekten ernähren. Zu den wichtigen Lebensgrundlagen für Insekten, ist im NSG Delligser Steinbruch auch das kleinräumige Nebeneinander unterschiedlichster Standortbedingungen wie vielfältige Nahrungs-, Nistangebote und auch der Standortvorteil für Wärme liebende Arten entscheidend. So nutzen hier übers Jahr verteilt zahlreiche, z. T. seltene und gefährdete Schmetterlinge, Käfer, Schwebfliegen und Wildbienen das Blütenangebot von Weiden-Arten, Glockenblumen, Gundermann, Hornklee, Gewöhnlichem Natternkopf, Wegwarte, Dorniger Hauhechel, Wilder Möhre, Flockenblumen, Disteln, Habichtskräutern, Scharfem Mauerpfeffer, Platterbsen, Rainfarn, Goldrute u. v. a. m. Es sind überwiegend Pflanzen, die früher überall auf Wiesen und an Wegrainen zu finden waren. Durch regelmäßige Pflegemaßnahmen sollen die besonderen Standorteigenschaften erhalten bleiben. Dafür werden ehrenamtliche Personen gesucht, die sich an den mehrmals im Jahr stattfindenden Einsätzen beteiligen. Ansprechpartner ist Klaus Wechsler unter Tel. 0421/420438. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass das Betreten des Schutzgebietes streng verboten ist.

v.l.n.r.:  Vincent Adler, Klaus Wechsler, Jean-Pierre Trinh, Stephan Willudda, Manfred Schüttler

v.l.n.r.: Manfred Schüttler, Jean-Pierre Trinh, Vincent Adler, Stephan Willudda, Kilian Sommer